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Zentrum und Praxisklinik für Sport- und Gelenkchirurgie

Hüfte

  • Sehnenrisse
  • Arthroskopie
  • Endoprothetik
  • Gelenkersatz minimal invasiv
  • Frakturen

Das Hüftgelenk und der Leistenbereich sind eine anatomisch und funktionell komplexe Region, die häufig zu Problemen Anlass gibt. Vor allem bei Sportarten mit forciertem Einbeinstand wie Fussball oder Eishockey gehören Leistenschmerzen zu den häufigsten belastungsabhängigen Beschwerdebildern. 

Viele verschiedene anatomische Strukturen vereinen sich im Leistenbereich und können zu ähnlichen und uncharakteristischen Beschwerden führen mit Ausstrahlung in den Oberschenkel. 

Von oben und von den Flanken ziehen die geraden und schrägen Bauchmuskeln an das Leistenband und an die Schambeinfuge. Von der Tiefe her ziehen Gefässe und Nerven aus dem Bauchraum in den Oberschenkel. Aber auch das Hüftgelenk selbst und die Ansätze seiner Muskeln können Leistenschmerzen verursachen. Weitere Ursachen sind anatomische Engpässe und Schleimbeutel, welche in diesen Bereich schmerzhaft ausstrahlen. Nicht zuletzt können auch Funktionsstörungen des Iliosacralgelenkes (ISG, das feste Gelenk zwischen Kreuzbein und Beckenschaufel) und Probleme an der Lendenwirbelsäule in die Leiste ausstrahlen. Seltener können auch eine Nervenreizung, häufiger ein Leistenbruch für Leistenschmerzen verantwortlich sein. 

Nur eine differenzierte Untersuchung durch den Arzt erlaubt es, den Kreis der in Frage kommenden Ursachen einzuengen. 

Ein konventionelles Röntgenbild stellt  die knöchernen Teile von Hüfte und Becken dar. Ein normales Hüftgelenk im Röntgenbild schliesst deshalb ein durch die Weichteile bedingtes Problem im Hüftbereich nicht aus.

Sollten vorübergehende Schonung und konsequente Kräftigung der Muskulatur mit auch Dehnungsübungen keine Besserung der Beschwerden bewirken, ist eine Beurteilung an der ArthroseClinic Zürich angezeigt. Unterschiedliche klinische Tests erlauben eine Triage der möglichen Schmerzursachen. 

Die Behandlung erfolgt  gezielt je nach Diagnose. Bei einem Leistenbruch wird eventuell eine Hernienoperation notwendig, bei einem Hüftgelenkproblem eine Beurteilung beim Orthopäden. Bei Überlastungsbeschwerden kann ein Physiotherapeut helfen mit Kräftigungs- und Dehnungsübungen, bei ISG - Problemen allenfalls ein Chiropraktor. Es gibt also verschiedene Therapieansätze, je nach Problem. 

Sollte eine Hüftarthrose vorliegen, so kann das gut in der klinischen Untersuchung und auch im Röntgenbild diagnostiziert werden. Liegt eine schwere Hüftarthrose vor, so muss eine Operation diskutiert werden. Die schwere Hüftarthrose macht meistens deutliche Leistenschmerzen mit Ausstrahlung in den Oberschenkel- und Kniebereich. Die Gehstrecke ist vermindert, in der Regel unter eine Stunde, die Fussverrichtungen sind erschwert, die Selbständigkeit beeinträchtig. Wenn die Lebensqualität nicht mehr stimmt, so sind die Operationen an den Hüftgelenken sehr dankbar. Natürlich werden vor einer Operation alle konservativen Massnahmen ausgeschöpft.